Galerie Harmstorf - Maritime und zeitgenössische Malerei - Kunst und Einrahmungen

Luigi Kasimir

Geboren: 18. April 1881 in Pettau (Ptuj, heute zu Slowenien)

Gestorben: 1962

Der Graphiker studierte 1900 bis 1905 an der Allgemeinen Malerschule der Wiener Akademie bei Siegmund L'Allemand und war ausserordentlicher Hörer der Graph. Lehr- und Versuchsanstalt in Wien.

1905 debütierte er im Wiener Künstlerhaus mit kleinen Aquarell-Veduten, bevor er 1908 unter der Anleitung von Leo Diets an der Grazer Kunstgewerbeschule die ersten Versuche als Graphiker unternahm. Er gab die Graphik aber zunächst wieder auf, da es in damals in Graz noch keinen Kupferdrucker gab. 1902 und 1903 versuchte er mit Freunden, einige Platten zu ätzen, aber erst die Versuche an der graphischen Lehr- und Versuchsanstalt gemeinsam mit Emil Singer führten zum Erfolg.

Sein Stil war es zunächst, Rudolph v. Alts Kunst ins graphische zu übertragen, bevor er von nordischen Künstlern wie Zorn oder von Kalckreuth beeinflußt wurde.

Am 31. August 1911 heiratete er die Radiererin Tanna Hoernes, die ebenfalls Einfluss auf seinen Stil hatte.

Kasimir gehörte zu den produktivsten und bekanntesten Graphikern Österreichs und ist vor allem für seine Stadtveduten bekannt. Mit seinen Werken hielt er vor allem das Wien der Monarchie und der Zwischenkriegszeit im Stil der Jahrhundertwende fest. Seinen Stil beschrieb A. F. Seligmann folgendermassen: "Ein besonderes Kennzeichen seiner Veduten ist die äußerst diskrete Verwendung der Farbe. Meist sind es nur wenige Nuancen, ein schwaches Grün, Blau, Braun, das den Grundton bildet und durch einige kräftigere, aber sehr sparsam verwendete gelbe oder rote Tinten belebt, doch einen vollen Akkord anschlägt, so dass fast der Eindruck eines Gemäldes entsteht."

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