Galerie Harmstorf - Maritime und zeitgenössische Malerei - Kunst und Einrahmungen

Lucien Victor Delpy

Geboren: 2. November 1898 auf der Ile de la cité in Paris

Gestorben: 1967 in Lorient

Delpy begann 1914 ein Studium an der "Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts" in Paris. Ab 1917 diente er jedoch als Freiwilliger im ersten Weltkrieg, bevor er 1919 seine Studien wieder aufnahm. 1922 stellte er Werke im "Salon des Artistes Français" aus und widmete sich danach in seinen Werken dem Ufer der Seine. Noch während seines Studiums richtete er sich 1923 in Montparnasse ein Atelier ein und machte die Malerei zu seinem Beruf.

1925 entdeckte er die Bretagne mit den Küsten bei Saint-Malo und Roscoff für sich. Obwohl der Ort Concarneau ihn verzauberte, verließ er ihn wieder, um in Paris 1926 seine ersten maritimen Bilder von Concarneau im "Salon des Artistes Français" auszustellen. Als Schüler von Charles Fouquerai stellte er im folgenden Jahr im "Premier Salon de la Marine" in Paris ein Ölgemälde mit dem Titel "Quai du Port à Martigues" aus.

Der Junge Künstler wurde Mitglied der "Nationalen Gesellschaft der schönen Künste des Meeres", wo man sein Talent bemerkte. Für sein Gemälde "Port de Concarneau" wurde er im "Salon des Artistes Français" mit der Silbermedaille und dem "Prix Paul Liot" ausgezeichnet. 1928 erhielt er den "Prix Louis Dumoulin pour l'Algérie" von der "Kolonialen Gesellschaft der französischen Künstler". Nachdem er 1930 bereits zum dritten Mal im "Salon de l'Union Artistique des Amis de Concarneau" mitgewirkt hatte, wurde er im folgenden Jahr zum offiziellen Maler des "Département Marine" ernannt und noch im selben Jahr mit dem "Grand Prix de la Ville de Paris pour l'Afrique du Nord" ausgezeichnet. 1933 erhielt er den "Prix Raigecourt-Goyon" und bearbeitete in Brest seine ersten Aufträge, darunter sein mit 2,05 m x 3,64 m größtes Ölgemälde "Vue aérienne des ports de commerce de Brest" für die "C.C.I. de Brest".

Während des zweiten Weltkriegs wurde er 1939 zu einem Automobildienst eingezogen und war 1945 mit der ersten französischen Rheinarmee an der Donau im Einsatz. Währenddessen wurde er im Mai 1945 zum offiziellen Armeemaler ernannt.

1946 erhielt er von den französischen Landschaftsarchitekten einen Preis für sein bewegendes Werk "Brest en ruine", sowie 1947 sowohl die Goldmedaille als auch den "Prix Corot" für das Bild "Renaissance du Port de Brest". 1949 malte er zur Erinnerung das historische Ölbild "Saint-Cyr le 31.7.1914".

Nach der Rückkehr von einer Mission in Indochina 1950 wurde er 1952 zum Ehrenmitglied des "Corps des Peintres de la Marine" (Ehrenlegion der Maler der Marine) ernannt und zog nach Lorient. 1954 folgte die Ernennung zum Ritter der Ehrenlegion. Als Marineinfanterist absolvierte er 1958 eine Mission in Algerien. 1960 bemalte er, wie schon 1953 in Brest, die Mauer der Sparkasse in Lorient mit einem großen Fresko.

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